23. Dezember 2021

Sicherheit und Ordnung in der Altstadt

Aktuelles zum Jongesvorschlag zur Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung in der Altstadt

 

Liebe Heimatfreunde,

 

vor Euch liegt das neue „das tor“ mit dem Schwerpunkt Altstadt. Da ein Magazin einen langen Produktionsprozess braucht, können aktuelle Entwicklungen natürlich nicht immer berücksichtigt werden. Wir haben Euch deshalb Reaktionen auf unseren Vorstoß zum Thema „Sicherheit in der Altstadt“ online zukommen lassen.

 

Unser Konzept und die damit verbundene Kritik an der Stadt hat beides ausgelöst: Widerspruch von Seiten der Stadt, Zustimmung von Seiten vieler Bürger. Namentlich die CDU hat heftig reagiert und unsere konstruktiven Vorstellungen als destruktiv bezeichnet. In einer Analyse der Rheinischen Post wird sogar behauptet, wir hätten polemisch argumentiert und uns ins Zwielicht gesetzt. Am Ende des Beitrags allerdings wird festgestellt, die Jonges hätten mit ihrer Kritik recht.

 

Liebe Heimatfreunde, wir haben mit der Sorge um unsere Altstadt ein wichtiges Thema aufgerufen, das uns auch im neuen Jahr beschäftigen wird. Und zwar so sachlich und konstruktiv, wie unser Sicherheitskonzept angelegt ist. Es bleibt dabei: Wir wollen im Rahmen eines „Sicherheitsgipfels“ (coronabedingt vermutlich online) mit der Stadtverwaltung, den im Stadtrat vertretenen Parteien und Gastronomen ins Gespräch kommen. Und dabei nicht herausfinden, was alles nicht geht, sondern was kurzfristig machbar ist, um das Altstadtviertel wieder sicherer zu machen. Und zwar von St. Lambertus über die Carlstadt bis zum Apollo Theater, auch in den Wohnvierteln. Dies ist klar: Die heile, geradezu idyllische Altstadtwelt, wie sie in der offiziellen Stadtwerbung beschrieben wird, gibt es nicht oder nicht mehr.

 

In der im Januar erscheinenden Ausgabe unseres Magazins werden wir alle Reaktionen sorgsam zusammentragen und dabei auch nicht verschweigen, wie schwer sich etwa die Direktoren der großen City-Hotels aktuell tun, ihren internationalen Gästen einen abendlichen Besuch der Altstadt zu empfehlen. Oder besser nicht.

 

Inzwischen haben wir auch mit Randale-Opfern in der Altstadt gesprochen. Ein junges Mädchen wurde krankenhausreif geschlagen, ein junger Mann durch Messerstiche so schwer verletzt, dass man um sein Leben fürchten musste. Täter wurden bisher in beiden Fällen nicht ermittelt.

 

Die Sicherheit in der Altstadt ist kein Thema für einzelne Parteien oder Amtsinhaber. Es geht uns alle an. Ziel unseres konstruktiven Vorstoßes ist es, in Bevölkerung und Stadtrat eine breite Mehrheit für konkrete Maßnahmen zu erzielen, damit wir alle vorbereitet sind, wenn im Frühjahr die nächste „Gewaltwelle“ in der Altstadt zu befürchten ist. Die nächsten Wochen sind entscheidend. Lasst uns alle diese Wochen nutzen – gemeinsam für eine sichere Altstadt.

 

Mit heimatlichen Grüßen

 

Wolfgang Rolshoven
Baas

 

Sebastian Juli
 Vizebaas