Gedenktafel „Dr. Albert Mooren“

Auszeichnungsobjekt:
Gedenktafel „Dr. Albert Mooren“

Standort:
Ratinger Straße 15 Palais Spinrath

Stadtteil:
Düsseldorf-Altstadt

gestiftet:
2019

Patenschaft Tischgemeinschaft:
1288

Tischbaas:
Philipp Leonhardt

Weitere Informationen:



Eckdaten:

Geboren: 26. Juli 1828 in Oedt (heute zu Grefrath, NRW)

Gestorben: 31. Dezember 1899 in Düsseldorf


Beruf:

Augenarzt, Klinikdirektor, Medizinalrat, Professor


Tätigkeit in Düsseldorf:

1862–1883 Leiter der Städtischen Augenklinik


Leistungen in Düsseldorf:

Wissenschaftliche Erstbeschreibungen (z. B. „Ulcus-Mooren“)


Auszeichnungen:

1895: Professorentitel

1898: Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf

Ehrengrab auf dem Nordfriedhof

1910: Errichtung des Albert-Mooren-Brunnens in Düsseldorf-Bilk



Leben und Wirken in Düsseldorf

Dr. Albert Mooren wurde 1862 zum Leiter der Städtischen Augenklinik in Düsseldorf berufen. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Klinik zu einem international anerkannten Zentrum der Augenheilkunde im 19. Jahrhundert. Mooren führte dort in über 20 Jahren mehrere tausend Operationen durch. Damit prägte er maßgeblich die medizinische Versorgung in Düsseldorf und Umgebung.

Wissenschaftlich leistete er ebenfalls Pionierarbeit. Seine 1863 veröffentlichte Beschreibung des sogenannten „Ulcus-Mooren“, einer seltenen, schmerzhaften Hornhauterkrankung, wurde international rezipiert. Die Erkrankung trägt bis heute seinen Namen („Ulcus rodens Mooren“). Auch andere Beiträge, wie die Erstbeschreibung der Retinitis punctata albescens im Jahr 1882, machten ihn überregional bekannt.

Mooren war darüber hinaus auch gesellschaftlich engagiert: Er behandelte Bedürftige kostenlos, förderte medizinische Unterstützungskassen und engagierte sich karitativ in Düsseldorf und seinem Heimatort Oedt. Trotz seines Rücktritts von der Klinikleitung 1883 praktizierte er bis zu seinem Tod 1899 weiterhin privat in Düsseldorf.

Die Stadt Düsseldorf würdigte sein Wirken mit mehreren Ehrungen: 1895 wurde ihm der Professorentitel verliehen, 1898 erhielt er das Ehrenbürgerrecht. Nach seinem Tod wurde 1910 zu seinem Gedenken der Albert-Mooren-Brunnen in Düsseldorf-Bilk errichtet, der heute noch an sein bedeutendes Wirken erinnert.